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Zugänglichkeit des Turms von Pisa

Der Schiefe Turm von Pisa, seit Jahrhunderten ein weltweit anerkanntes Symbol, fasziniert bis heute jeden, der ihn zum ersten Mal sieht. Es stimmt jedoch, dass ein Besuch aus der Nähe für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nicht einfach ist. Seine ursprüngliche Struktur, erbaut zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert, sieht bis heute weder Aufzüge noch barrierefreie Zugänge vor. Der einzige Weg nach oben sind etwa 250 steinerne, enge, spiralförmige und vom Lauf der Zeit abgenutzte Stufen. Der Aufstieg erfordert Kondition, Gleichgewicht und einen sicheren Tritt. Die berühmte Neigung, die ihn zur Ikone macht, schließt moderne Eingriffe, die die Natur des Turms verändern würden, aus. Für Rollstuhlfahrer oder Menschen mit erheblichen Mobilitätseinschränkungen ist der Aufstieg leider nicht machbar, doch am Fuß des Turms zu verweilen, bedeutet keinesfalls, ganz auf die Besichtigung zu verzichten. Die Piazza dei Miracoli ist weitläufig, fast völlig eben, mit breiten, stufenlosen Wegen, die es erlauben, sich frei zu bewegen und nicht nur den Turm, sondern auch den Dom, das Baptisterium und den Camposanto aus nächster Nähe zu bewundern. Man kann Fotos aus verschiedenen Perspektiven machen, die weißen Marmordetails der Struktur betrachten und die Atmosphäre an einem der berühmtesten Orte Italiens spüren. Die Stufen bis zur Spitze kann man zwar nicht erklimmen, aber der Ausblick bleibt dennoch beeindruckend! Aus Sicherheitsgründen sollten Menschen mit Herz- oder schweren Atemwegserkrankungen oder mit Höhenangst auf den Aufstieg verzichten. Die Innentreppe hat kein durchgehendes Geländer, die Neigung ist bei jedem Schritt spürbar und die seitliche Schräglage kann zu leichter Orientierungslosigkeit führen. Auch Kinder unter acht Jahren dürfen nicht hinauf, Jugendliche bis 18 Jahre nur in Begleitung eines Erwachsenen. Das sind strenge Regeln, die aber dem Schutz der Besucher dienen. Und doch gibt es auch ohne Aufstieg Möglichkeiten, dieses Monument hautnah zu erleben. Menschen mit Sehbehinderung können die Form des Turms dank taktiler Modelle, die Maße und Proportionen nachbilden, erkunden, während für andere sensorische Beeinträchtigungen spezielle Informationsmaterialien bereitstehen. Es sind kleine Hilfen, um sich vorzustellen, was man nicht direkt berühren oder sehen kann. Nicht zu vergessen: Der Schiefe Turm von Pisa hatte von Anfang an strukturelle Probleme. Die Bauarbeiten, die 1173 begannen, wurden mehrfach unterbrochen; schon nach wenigen Jahren war die Neigung offensichtlich. Was zunächst wie ein Fehler erschien, wurde im Laufe der Zeit zu seiner größten Schönheit. In den folgenden Jahrhunderten wurde der Turm unter Wahrung seines ursprünglichen Aussehens restauriert, um ihn zu erhalten.
Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft Blindenhunde: Tiere dürfen nicht hinauf, aber die blinde Person hat das Recht, von einer Begleitperson begleitet zu werden. Auch hier empfiehlt es sich, dies vorher anzukündigen, damit die Organisation den Besuch bestmöglich gestalten kann. Für alle, die den Aufstieg wagen können, ist die Gesamtdauer kurz: eine halbe Stunde für Auf- und Abstieg. Man sollte jedoch mindestens fünfzehn Minuten vor der vereinbarten Zeit ankommen, das Ticket abholen und die Kontrollen passieren. Wer zudem die anderen Monumente des Platzes besichtigen möchte, verlängert die Aufenthaltsdauer: Insgesamt kann man sich auch zwei Stunden Zeit nehmen, um diesen Ort, der acht Jahrhunderte Geschichte erzählt, in aller Ruhe zu genießen. Letztlich kann der Schiefe Turm von Pisa aus Gründen, die mit seiner Entstehung und dem Boden, der ihn trägt, zu tun haben, nie völlig barrierefrei sein. Und doch bleibt er ein offener Ort, an dem jeder seine seltsame Harmonie bewundern, die Geschichte der Steine hören und beobachten kann, wie ein „Fehler“ zu einem einzigartigen Merkmal geworden ist. Denn manchmal reicht schon der Anblick von außen, um zu verstehen, warum sich die ganze Welt immer wieder aufs Neue in ihn verliebt.

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